Darknet Dealer – Tor schützt vor Torheit nicht

Darknet Dealer – Der beste Schutz durch Anonymisierungs-Netzwerke wie TOR und VPN-Verbindungen hilft letztlich nicht dabei, die eigenen Drogengeschäfte zu tarnen, wenn man beim Versand der Waren die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich lenkt. Das musste jetzt ein Fentanyl-Dealer erkennen, der den Behörden im US-Bundesstaat New York ins Netz ging.Der Darknet Dealer war auf dem illegalen Marktplatz AlphaBay unter dem Nickname „Fentmaster“ aktiv. Die Ermittler konnten seine Aktivitäten auch grob auf die New Yorker Region zurückverfolgen. Weiter kam man allerdings erst einmal nicht an die Identität heran. Warum nicht? Weil, wie Ihr weiter unten lesen könnt, er seine digitalen Evasion-Möglichkeiten einzusetzen wusste…anscheinend! 😉

Darknet Dealer

Zum Verhängnis wurde dem Darknet Dealer allerdings, dass er sich beim Versand seiner Waren schlicht zu auffällig benahm. Online ein Nerd und offline n Doofy. 😉 Den Angestellten auf den Postämtern kam die Person etwas komisch vor, die regelmäßig gleich mehrere Sendungen aufgab und dabei stets Latex-Handschuhe trug. Er hinterließ so zwar keine Fingerabdrücke, doch war dies auch nicht notwendig. Pfiffige Postangestellte hatten sich bereits seinen Führerschein zeigen lassen, als er größere Mengen an Express-Paketmarken erwarb.

„Operation Onymos“ – Drogen-Marktplätze im Tor-Netz geschlossen

Ermittler brauchten Beweise gegen Darknet Dealer nur einzusammeln

Den Ermittlern oblag es nach Hinweisen im Grunde nur noch, den Darknet Dealer festzunehmen und Beweise zu sichern, die ihn eindeutig mit den Vorwürfen in Verbindung brachten. So hatten die Beamten beispielsweise gezielt eine Bestellung aufgegeben, bei deren Versand der Verdächtige beobachtet werden konnte.

Nach der Festnahme fanden sich auf dem Smartphone die Tools wieder, mit denen er seine Tätigkeit abgesichert hatte: Auf dem Gerät waren ein VPN-Dienst, der Orbot Tor-Proxy sowie eine Bitcoin-App installiert. Weiterhin fand man Nachrichten auf dem Gerät, aus denen hervorging, dass der Beschuldigte bereits den Verdacht hegte, unter Beobachtung zu stehen. Daher wollte er einen Helfer anwerben, der die Drogenpakete an die Besteller schickte. Weitere Belege für seine Aktivität fanden sich außerdem im Verlauf seinen Browsers, den er nie gelöscht hatte. Verschlüsselung oder der Grundsatz manche Dinge lieber nicht mobil zu erledigen fehlten hier genauso wie jeder Ansatz von OpSEC. Im Grunde genommen ist jedes illegale Geschäft, was ein Darknet Dealer ist, legalen gar nicht so unähnlich…Bleibt sauber 😉