Hacker drohen mit Löschung von Apple iCloud Konten

Eine Nutzung der Geräte von Apple ist, wie wir alle schmerzhaft wissen, nur nach vorheriger Registrierung bei Apple möglich. Noch dazu ist das Betriebssystem dermaßen eng mit Apple iCloud Konten verknüpft, dass es ohne nicht nur überhaupt nicht nutzbar ist, sondern auch viele Einstellungen und Inhalte der Devices in die Cloud wandern. Eine Gruppe von Hackern will nun an die Zugangsdaten von rund 300 Millionen Apple iCloud Konten gekommen sein und droht mit der Fernlöschung der Daten. 

Die Hacker-Gruppe, großtrabend von sich selbst als Turkish Crime Family redend, behauptet, mehrere hundert Millionen Zugangsdaten zu Apples iCloud Dienst und anderen E-Mail-Diensten erbeutet zu haben. Laut einem Bericht von Motherboard wollen sie vom kalifornischen Konzern 75.000 Dollar in den Kryptowährungen Bitcoin oder Ethereum, alternativ geben sie sich auch mit iTunes-Geschenkkarten für 100.000 Dollar zufrieden.

Apple wird epresst mit Apple iCloud Konten

Um zu verifizieren, dass wirklich die Kontrolle über Konten übernommen wurden, legten die Hacker Mail-Verläufe mit Apple iCloud Sicherheitsteam vor. Motherboard, ein digitales Szenemagazin hat außerdem die Zugangsinformationen zum E-Mail-Konto bekommen, über das mit Apple kommuniziert wurde bzw. wird.

Daraus geht hervor, dass Apple die Drohung durchaus ernst nimmt und vor kurzem nach einem Sample des Datensatzes gefragt hat. Als weiteren Beweis hat die Turkish Crime Family ein mittlerweile gelöschtes Video auf YouTube hochgeladen, auf dem man sehen kann, wie auf das Konto einer älteren Dame zugegriffen wird.

Die Hacker setzten Apple eine Frist bis zum 7. April 2017. Sollte der kalifornische Konzern nicht wie gewünscht reagieren, dann will man an diesem Tag aus der Ferne Daten, bzw. die ganzen Accounts löschen. Betroffen sind unter anderem Konten der @icloud- und @me-Domains.

Es gibt auch Zweifel über Diebstahl der Apple iCloud Konten

Laut Motherboard gebe es aber auch einige Zweifel der Geschichte, da es einige „Inkonsistenzen“ geben soll. So behauptet ein anderes Mitglied der Hackergruppe, dass man 559 Millionen Konten in seinem Besitz habe. Zudem konnte, oder wollte man der Seite keines der angeblich gestohlenen Zugangskonten zum Testen zur Verfügung stellen.